Richtig geraten: ich habe wieder angespannt und bin fidel unterwegs!

Rumänien im Herbst lockt. Und die Anreise führt uns über Eger (Ungarn), wo das Stierblut fließt.

Nein, nicht die Schlacht gegen die Osmanen ist gemeint (die die Ungarn übrigens gegen eine an Größe deutlich überlegene Streitmacht für sich entschieden haben), sondern ein Rotwein auf Basis von Blaufränkischem: ein Verschnitt aus mindestens 3 Weinen.

Die Beschreibungdes Stadtprospekts lautet:

"Er hat eine tiefe rubinrote Farbe, einen reifen Duft und langen Abgang; ein reicher, eleganter Wein mit manchmal geheimnisvoller Aromawelt."

Zurück auf Anfang - Eger besichtigen wir sogleich.!

Unser erster Stopp nach 420 km in idyllischer Lage an einem Nebenfluß der Donau.

Sanitär in einem Container - okay! Aber kein Warmwasser in der Dusche am nächsten Morgen; das mochte ich dann doch nicht...

14 EUR für Strom (1 Nacht!!) konnte ich dem Betreiber ja ausreden.

Ist eine Steigerung möglich?

Ja - eindeutig! In Saly (in der Nähe von Eger) habe ich ein "Mini-Camping" vorgefunden - von 2 jungen, sehr netten und hilfsbereiten Niederländern seit gut 4 Monaten betrieben.

Es passt alles: sauber, genügund Platz im Container und .. heißes Wasser (incl. Strom 20 EUR). Kostenloses Obst (gelbe Pfirsiche) fällt auch noch von den Bäumen.

Die Fahrt bis hierher war problemlos. Weite Strecken führen durch eine Tiefebene mit riesigen abgeernteten, gelben Feldern. Gelb sind allerdings auch die von der Hitze verbrannten Wiesen - überall!

So auch hier, in Saly!

Widmen wir uns also Eger (zu deutsch: Erlau)

Der Herrscher (und Sieger über die Osmanen), Dobo Istvan auf dem ihm gewidmeten Platz - im Hintergrund seine Burg(Ruine)).

Und hier schauen wir von der Burg auf den Dobo Platz

Etwas ist nach der siegreichen Schlacht von den Osmanen zrückgelassen worden: dieses Minarett.

Von ihm heißt es, dass 400 Stiere nicht in der Lage gewesen seien, es niederzureißen.

Dann hat man dem Minarett eben ein Kreuz auf's Haupt gesetzt - Sache erledigt! Das Minarett kann man übrigens besteigen (97 Stufen - für Olive zuviel).

Werfen wir noch einen Blick auf die Burg

Kleine Pause gefälligst?

Aber klar doch - und Streicheleinheiten bitte!

(ausgeführt von einem polnischen Urlaubspaar)

Kirchen (und Museen) gibt es reichlich (nur das Wichtigste)

Die im klassizistischem Stil von Bischof Erszterhazy erbaute Basilika

Schlendern wir noch ein wenig durch die Gassen

Auf in's "Tal der schönen Frauen"!

Der Weg zu ihr war alles andere als einfach:

Wozu bekommt man die Navigationsanweisung aus erster Hand (offizielle Website von Eger)? Damit man sich (Google hat geholfen) ordentlich über Schotterpisten verfährt...

Ende gut, alles gut!

Aber vorher gilt es, noch eine Hürde zu nehmen: Der Kartenleser des Parkautomaten war defekt - und ich ohne Forinth! Da zückt eine schöne Frau, die mit Familie unterwegs war, kurzerhand die benötigten 2 Münzen für eine 1/2 Stunde - tausend Dank!!

Die Straße mit ihren zahlreichen Verkaufsständen fand ich eher ... unspektakulär (habe mich aber trotzdem zum Kauf zweier Flaschen ohne Kostprobe hinreißen lassen).
PS: in Ungarn gilt striktes Alkoholverbot am Steuer!!

Dafür konnte ich einem der Weinbauernbeim Pressen der Trauben zusehen.

So das war's für heute - ich muss ja noch an den Trop(en)... 😉