Keine Angst - trotz des hübschen Kirchenmotivs - folgt keine Predigt, aber...

... auf ein Wort!

Autofahren in Rumänien

Nein, die Rumänen fahren nicht wie die besengten S... Na ihr wisst schon!
Aber rumänische 50 km/h sind eben ca. 70 km/h. Oft - aber auch nicht immer!

Zum Beispiel empfiehlt es sich dringend, Füßgängerüberwege zu beachten!

Die Rumänen haben jedenfalls mein volles Verständnis für ihre rauschende Fahrt; denn Überlandfahrten (keine Autobahn) führen durch ellenlange Straßendörfer, in denen nominell natürlich 50 km/h gilt. Ihr solltet euch auf maximal 45 - 55 km/h durchschnittliche Reisegeschwindigkeit einstellen 🙂

Achja, ich habe mich dem allgemeinen Verkehrsfluss jedenfalls dann widersetzt, wenn am Ortseingang tatsächlich die Geschwindigkeit in großen digitalen Ziffern angezeigt wird und mit weißen Querbalken auf rotem Straßenuntergrund warnend der Zeigefinger erhoben wird.

Straßenverhältnisse

Aufgepasst!!

Ich hätte mir den Straßenzustand schlechter vorgestellt.

Generell gilt aber: je ländlicher die Gegend, desto mehr Schlaglöcher und Bodenwellen darfst du erwarten.
Schlimm können da Bahnüberquerungen sein und du kreuzt öfter mal Zuggeleise...

Mein Tipp: orientiere dich an deinem Vordermann! (Wobei ich zugeben muss, dass ich da nicht ganz so schmerzfrei bin als Gespannfahrer... Im Übrigen kann man den Eindruck gewinnen, dass es noch keine Art "TÜV Rumänien" gibt, was aber gar nicht stimmt! Nur scheint es mit der Durchsetzung noch zu hapern.

Bauliche Vielfalt

Ja, die Rumänen lieben ihre Zäune in vielfältigster Ausführung - oft hübsch anzusehen und nicht so uniform (ich denke nur an die in Deutschland ach so beliebten "Natursteinmauern", die nichts anderes als geformte Schotterwälle sind).

Diese (hohen und idR stabilen) Einfriedungen machen durchaus Sinn: hinter ihnen wachen nämlich sehr aufmerksame Hunde (über eventuelle Eindringlinge), mit denen man sich - jedenfalls ihrem Bellen nach zu urteilen - nicht zwingend anlegen will...

Andererseits sind diese Hunde - und das gilt insbesondere für die frei laufenden - eher scheu und schnell zur Räson zu bringen.

Und dann gibt es da noch folgenden Grund für die Einfriedungen:

Vor 2 Tagen kam diese Warnung über "Broadcastcell", die meine unmittelbare Nachbarschaft betraf und mich prompt erreichte, nachdem ich gerade von unserem abendlichen Spaziergang zurückgekommen war...

Da fühlt man sich hinter einem hohen Zaun doch gleich wohler!

Hübsch, gell!

Solche und ähnliche Marterl sind häufig zu sehen.

Sauberkeit

Wilde Müllhalden und überall Plastik gibt es in Rumänien nicht!
Ausnahmen bestätigen aber die Regel...

Die Menschen

Sie sind offen und herzlich, wenn auch vielleicht anfänglich etwas verschlossen. Einen freundlichen Gruß auf rumänisch sollte man auf Lager haben.

Denn englisch sprechen die Älteren nicht; wohl aber die Jüngeren! Manchmal geht auch ein kleines Bisschen deutsch.

Das jedenfalls ist die überaus nette und hilfsbereite Verkäuferin (im Profi loco (Supermarkt in klein)), die ich am Vortag auf eine Empfehlung für regionalen Wein angesprochen hatte.

Sie hat mir für den Folgetag eine Flasche lokalen Weins versprochen, den sie sich partout nicht bezahlen lassen wollte (700 l pro Jahr selbst gekeltert mit gekauften Reben - siehe Foto vom gestrigen Markt)
Tausend Dank!!

Diese Beiden haben freundlich gewunken und und ihr Fuhrwerk extra für ein Foto angehalten!

Klasse! Und auch Danke!

... die Fracht 🙂

Gospodaria... ein ursprüngliches Bauernhaus

Leider war das Häuschen nur von außen zu besichtigen - mehr lässt sich nur über das Internet erfahren 🙁

Morgen brechen wir Richtung Donaudelta auf - es ist schon fast in Sicht!