… das geht allerdings nur bei den daddelnden jungen Damen in der Mittagspause! Für den Besucher Danzings (Gdansk): unmöglich!
Diese Stadt ist voller prägender Geschichte: Hansestadt, Westerplatte (Beginn WK II), Solidarnosc…

Über 80 % Danzigs wurden im 2. Weltkrieg zerstört!
Und so sieht Danzig heute aus!
Häuser und Fassaden wurden in voller Pracht wiederhergestellt…


… auch Das Wahrzeichen Danzigs: das Krantor:
Im Innern befinden sich zwei „Laufräder“ – dort hielten Männer nach Art eines Hamsterrades die Mechanik in Betrieb, um Lasten auf unterschiedliche Höhen hieven zu können.
Laut Baedecker übten diesen Job Strafgefangene aus – eine günstige Lösung! Laut unserem jungen Reiseführer sei es ein sehr gut bezahlter Job gewesen.

Die Rückseite des Krantores.
Eine spontane Idee übrigens: in der Nähe des Theaters hielt gerade eines dieser kleinen Elektrogefährte (unübersehbare Aufschrift: „Stadtrundfahrt“) – einer Mini-Straßenbahn nicht unähnlich – und ich hörte den jungen Guide in Deutsch parlieren. Kurze Preisabsprache (für 1 Stunde 150 ZLP) und schon ging’s los…
Das heißt: Olive sprang bereitwillig rein; bei den ersten ruckeligen Metern über Kopfsteinpflaster und etwas unwirsch angefahren und gehalten wollte sie partout wieder raus! Wir haben es dann in der Bodenperspektive und gutem Zureden hingekriegt. Braves Mädchen – Respekt, was Du so alles mitmachst!!

Und so verschafften wir uns zunächst einen Überblick. Die Werft, von der aus die Arbeiter Solidarnosc gründeten und den Aufstand organisierten.
Gewaltsam – mit einigen Toten – zunächst niedergeschlagen, woran dieses Mahnmal erinnert!



Die „Polnische Post“ – sie wurde am 1. September 1939 u.a. von der SS-Heimwehr Danzig angegriffen und von den Postangestellten tagelang verteidigt. Bei ihrer Aufgabe wurden 38 von ihnen gefangen genommen und erschossen.
Noch ein Abstecher zur Brotbrücke (beide Blickrichtungen im Bildvergleich) – ganz in der Nähe die historsche, vom Dritten Orden errichtete, vom Fluß betriebene Mühle; sie war noch bis 1948 im Betrieb.
Nach der elektrisier(enden)ten Spritztour widmen wir uns nun – standesgemäß – dem „Königsweg…
…der Flaniermeile Danzigs – zu damaligen wie heutigen Zeiten. Sie erstreckt sich zwischen Hohem Tor und Goldenen Tor bis zum Grünen Tor, das den Weg zur Mottlau freigbt. Aber seht selbst…
Der Hafenbereich

Und hier haben sich die Stadtväter ein besonderes Schmankerl einfallen lassen. An sich liegt diese Brücke längs im Wasser, bis sie…
Last but not least… zeige ich euch meinen Parkplatz 😉 …

… die Brigittenkirche!
Bekannt für ihren Bernsteinaltar und weil es als DIE Unterstützerkirche der Solidarnosc gilt. In den Seitennischen -kapellen finden sich entsprechende Zeugnisse.



Und dann habe ich mir noch einen Blick in die gewaltige Marienkirche (Basilika) gegönnt, eine der größten Hallenkirchen Europas.

… die astronomische Uhr (1464 -1470 !)
Damit aber wirklich genung für heute – schließlich will ich euch nicht langweilen…
Achja – das Betthupfer kommt ja noch… (heute in Leba 🙂 )


